Migration
Bei der Migration von Versicherungsbeständen sind Aktuare unverzichtbar. Es geht dabei nicht nur um Datenübertragung, sondern um die korrekte Abbildung langfristiger versicherungstechnischer Verpflichtungen, Bewertungen und Risiken. Interne Migrations‑, Audit‑ und Bewertungsunterlagen zeigen: Eine Bestandsmigration ohne aktuariellen Einfluss ist fachlich und regulatorisch nicht beherrschbar.

Unser Beratungsansatz
Versicherungstechnische Verpflichtungen müssen neu interpretiert werden
Ein Versicherungsbestand ist kein statischer Datensatz, sondern ein Bündel aus verschiedenen Informationen, e. g. zukünftigen Zahlungsströmen, biometrischen Risiken, garantierten Leistungen, Managementregeln (Dynamiken, Überschüsse, Optionen).
Bei einer Migration ändern sich regelmäßig Systemlogiken, Tarifparameter, Rechenkerne und Datenmodelle.
Wir stellen sicher, dass die ökonomische Bedeutung der Verträge erhalten bleibt und nicht nur deren formale Daten.
Die Korrektheit von Rückstellungen muss gewährleistet bleiben
Zentrale Aufgaben bei einer Migration sind die Neuberechnung bzw. Validierung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Sicherstellung der Bewertungen nach HGB und Solvency II.
Hierbei sind u. a. Rechnungszinsen, Biometrie, Kostenannahmen, Vertragsgrenzen und andere Rechnungsgrundlagen zu prüfen.
Ohne aktuariellen Abgleich besteht das Risiko systematischer Unter- oder Überbewertung sowie späterer Ergebnis- und Eigenkapitalverwerfungen.
Fachliche Validierung von Tarif‑ und Parameter‑Mapping
Migration bedeutet fast immer ein Mapping von Tarifen. Laut Migrationsdokumentation umfasst dies u. a. Garantiewerte, Rentenfaktoren, Überschussmechaniken, Dynamik‑ und Indexlogiken sowie andere tarifierungsrelevante Merkmale.
Wir können beurteilen, ob ein Mapping leistungsäquivalent und rechnerisch korrekt ist.
Beherrschung langfristiger Risiken (Leben, Kranken, Run‑off)
Insbesondere bei Lebens‑ und Krankenbeständen, Run‑off‑Portfolios und Altbeständen mit hohen Garantien ist eine Migration automatisch ein Risikoprojekt.
Wir analysieren Sensitivitäten (Zins, Langlebigkeit, Kosten), Effekte von Systemlogikänderungen und die Auswirkungen auf zukünftige Ergebnisverläufe.
Wir stellen sicher, dass Modellannahmen konsistent fortgeführt werden, Solvenzkennzahlen vergleichbar bleiben und Prüfern und Aufsicht fachlich belastbare Nachweise geliefert werden.

Direktor, Aktuar DAV
Andreas Teske

Direktor, Aktuar DAV, Sachverständiger IVS
Dr. Carsten Schmidt
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