Zeitwertkonten – Flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit
Auf einem Zeitwertkonto wird ein Guthaben aus Überstunden, Urlaubstagen oder Brutto-Entgeltbestandteilen angesammelt, das eine bezahlte Freistellung, z. B. für Sabbaticals, Pflegezeiten, oder – ggf. in Kombination mit der neuen gesetzlichen Flexirente – eine Teilzeit vor der Pensionierung oder einen vorgezogenen Ruhestand ermöglicht (maximal bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze).

Warum Zeitwertkonten?
Arbeitgeber können im von ihnen vorgegebenen Rahmen ihren Beschäftigten eine flexible Gestaltung der Lebensarbeitszeit anbieten. Dies trifft die Wünsche insbesondere jüngerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ergibt positive Effekte für die gesamte Belegschaft, insbesondere auch für ältere Beschäftigte und mit Blick auf den Übergang in den Ruhestand.
Unabhängig vom Entnahmezeitraum bleibt der Sozialversicherungsschutz während der Freistellung bestehen.
Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz II ist nunmehr eine flexible Entnahme aus dem Zeitwertkonto beim Übergang von der Arbeit in die Rente möglich (maximal bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze).
Unser Beratungsansatz
Analog zu unserer Expertise in der betrieblichen Altersversorgung und Krankenversicherung unterstützen wir Sie auch im Bereich der Zeitwertkonten mit einem strukturierten, unabhängigen und ganzheitlichen Vorgehen.
1. Analyse Ihrer Ausgangssituation
- bestehende Freistellungsangebote, z. B. über betriebliche Altersversorgung oder Altersteilzeit
- branchenspezifische Anforderungen
2. Gestaltung & Auswahl eines geeigneten Modells
- Festlegung, welche Arbeitszeit-/Entgeltbestandteile in das Guthaben eingebracht werden können
- Definition möglicher Freistellungsanlässe und Entnahmevorgaben
- Integration in bestehende Benefit-Strategien
3. Bewertung rechtlicher Aspekte
- Schnittstellen zu Betriebsvereinbarungen oder Tarifregelungen
- Rechtssichere Insolvenzsicherung
4. Begleitung bei Implementierung & Kommunikation
- Abstimmung mit Anbietern
- Gestaltung interner Informationsprozesse
- Schulungen, Präsentationen und Q&A-Formate
5. Laufende Betreuung & Optimierung
- Monitoring der Nutzung
- Identifikation von Optimierungspotenzialen
Welche Vorteile bieten Zeitwertkonten für Unternehmen und Beschäftigte?
Für Unternehmen
- Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, einfacheres Recruiting von jüngeren Beschäftigten
- Stärkung von Motivation und Bindung, Senkung der Fluktuation
- Reduktion der Krankenquote / Lohnfortzahlungskosten durch Belastungsreduktion insbesondere bei älteren Beschäftigten
- Flexibel kombinierbar mit bestehenden Benefits
- Aktiver Einfluss auf Rahmenbedingungen für den Eintritt in den Ruhestand
Für Beschäftigte
- Erweiterte Work-Life-Balance
- Flexibilität
- unkomplizierte Nutzung
- Mögliches früheres sozial abgefedertes Ausscheiden für gesundheitlich angeschlagene Beschäftigte
- Gestaltungsvariationen im Zusammenhang mit der gesetzlichen Flexirente
Sprechen Sie uns an
Sie möchten prüfen, ob Zeitwertkonten zu Ihrem Unternehmen passen oder bestehende Lösungen optimieren? Wir begleiten Sie gern – von der ersten Analyse bis zur erfolgreichen Implementierung.
FAQs - Grundlagen & Funktionsweise
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen
Ein ZWK ist ein Modell, mit dem Mitarbeitende Zeit oder Geldwerte ansparen können, um später längere Freistellungen zu finanzieren.
Arbeitnehmende gewinnen Flexibilität; Arbeitgeber stärken Bindung, Gesundheit und Attraktivität.
Werte wie Überstunden, Boni oder Gehaltsbestandteile werden auf ein Langzeitkonto übertragen, das später für Freistellungen genutzt wird.
FAQs - Finanzierung & Nutzung
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen
Typische Zwecke: Sabbatical, Pflegezeit, Elternzeit, Weiterbildungen, gleitender Übergang in die Rente.
Unternehmen definieren klare Rahmenbedingungen; innerhalb dieser ist die Nutzung sehr flexibel.
Mögliche Einbringungen: Überstunden, Resturlaub, Sonderzahlungen, variable Vergütungen oder gesetzlich zulässige Gehaltsbestandteile.
Grundsätzlich alle zulässigen Arbeitszeit- oder Vergütungsbestandteile, die in Freizeit oder Geld bewertet werden können.
FAQs - Recht & Organisation
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen
ZWK unterliegen dem Sozialversicherungsrecht und müssen insolvenzgesichert sein. Unternehmen benötigen interne Richtlinien und klare Prozesse.
Steuern und Sozialabgaben fallen erst an, wenn die Freistellung genutzt wird — ein Vorteil gegenüber direkter Auszahlung.
Die Verwaltung erfolgt über HR-Prozesse, spezielle ZWKKonten und oft externe Dienstleister. Konten und oft externe Dienstleister. Transparente Dokumentation ist Pflicht z. B. über nachzuzahlende Sozialversicherungsbeiträge im sog. Störfall (z. B. Austritt).
Guthaben kann übertragen, ausgezahlt oder ggf. in ein anderes Sicherungssystem überführt werden, abhängig von Unternehmensregelungen.